Einfach mal… sitzen!

Shooting 25.10 (40)

Welpen zeigen es noch ganz instinktiv: das ruhige Sitzen. Wenn ein Reiz ins Spiel kommt, den sie nicht kennen, setzen sich viele Welpen gerne mal hin. Und gucken sich das Ganze in Ruhe an.

Wunderbar. Das sollten wir nutzen. Für den Hund und hin und wieder vielleicht auch mal für uns…

Den Welpen braucht man gar nicht erst aus der Ruhe zu bringen. Man läßt ihm einfach die Zeit, die er braucht. Und verankert damit die Ruhe.

Auch einem erwachsenen Hund oder einem Junghund und Weltentdecker kann das ruhige Sitzen eine wertvolle Hilfe sein.

Es ist dann eine Übung für jede Lebenslage. Sie hilft dem Hund, Reize aufzunehmen und zu verarbeiten. Richtig aufgebaut und eingesetzt kann das Vertrauen in den Hundehalter gestärkt und die nötige Ruhe in schwierigen Situationen erlebt werden.

Im hektischen Alltag ist auch für uns das Innehalten und Betrachten eine wertvolle Tat. Probieren Sie es aus. Am besten natürlich mit dem Hund gemeinsam.

Shooting 25.10 (13)

Gerade gestern hatten wir wieder so eine Situation. Mit den Junghunden waren wir in einem Wohngebiet unterwegs. Hinter einem Gartenzaun echauffierte sich ein Border Collie in den schönsten Tönen über unser Erscheinen. Jeder war geneigt, schnell das Weite zu suchen und an dem Grundstück vorbeizukommen.

Zugegeben, der Border käme so am schnellsten zu seinem Ergebnis – je mehr Krawall ich mache, desto schneller verschwinden die Eindringlinge. Unsere Junghunde konnten sich nicht so recht entscheiden, ob sie a) in die Auseinandersetzung einsteigen wollen oder b) doch lieber gar nicht erst hier langgekommen wären.

Was passiert, wenn ich als Mensch in solchen Situationen meinen Hund einfach weiterziehe? Oder meinen Welpen mit Futter locke, obwohl der gerade gar kein Bedürfnis nach Futter sondern wohl am ehesten nach Ruhe und Sicherheit hat?

Wir haben uns für das ruhige Sitzen entschieden. Und erst, als an Flucht und Angriff auf beiden Seiten des Zauns nicht mehr zu denken war, sind wir wieder unserer Wege gegangen.

Schonmal probiert, den Konflikt anzunehmen? Den eigenen Hund einfach mal hinzusetzen, zu dem anderen Hund hinzugehen und Ruhe zu vermitteln? Mit der Nachbarin über den Zaun ein Schwätzchen zu halten bis Ruhe ist? Ihr Hund wird Augen machen.

Manchmal haben ja auch wir Zweibeiner uns nicht so im Griff. Da würde hin und wieder das ruhige Sitzen auch mal was bringen. Im übertragenen Sinne. Mit dem falschen Fuß aufgestanden? Schon die Stubenfliege bringt Sie heute auf die Palme? Es gibt ja solche Tage. Und wir können uns genauso trainieren. In solchen Sitautionen das Innehalten abzurufen und den Puls wieder auf normal zu bringen. Das kann die Tasse Tee sein, das Streicheln unseres Hundes oder einfach der Blick aus dem Fenster, bevor ich den Telefonhörer wieder in die Hand nehme.

Machen wir es doch einfach mal dem Hund nach ;-).

Shooting 25.10 (15)

 

 

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